Samstag, 25. Februar 2017

Lebensmittel richtig lagern und Verschwendung vermeiden

Generell gilt "mindestens haltbar bis" heißt nicht "sofort wegwerfen ab". Vertrauen Sie ihren Augen, Ihrer Nase und Ihrer Zunge, bevor Sie genießbare Lebensmittel wegwerfen!
Außerdem hilft der Blick in den Kühlschrank (mit hoffentlich der richtigen Temperatur von 5 Grad im Mittelfach) und den Vorratsschrank bzw. die Speisekammer vor dem Einkauf - damit kommt nur das was Sie wirklich brauchen auf die Einkaufsliste.

Ein bunter Obstkorb daheim oder im Büro  ist eine gute Erinnerung mehr davon zu essen, sollte aber nur für den unmittelbaren Genuß aufgestellt werden, denn z.B. Bananen aber auch Äpfel und Birnen sollte man nicht gemeinsam mit anderem Obst oder Gemüse lagern, denn dieses Obst gibt besonders viel Ethylen ab und beschleunigt somit das Verderben des gesamten Obstkorbs.

Wie Sie auch andere Lebensmittel zu Hause richtig lagern und somit unnötigen Biomüll und Geldverschwendung vermeiden, lesen Sie in diesem Artikel




Bananen sollten Sie immer getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern – idealerweise hängend, damit auch keine Druckstellen entstehen, die auch das vorzeitige Braunwerden verursachen können.

Zitronen, Orangen und andere Zitrusfrüchte mögen keine Kälte, daher eher in einem Raum bei niedriger Zimmertemperatur offen lagern.

Generell sollen Sie Obst und Gemüse nach dem Herkunftsprinzip lagern. Exotische Lebensmittel wie Zitrusfrüchte eher beieinander und heimische Lebensmittel ebenfalls beieinander, so bleiben alle Lebensmittel länger frisch.

Nicht in den Kühlschrank kommen:

– Ananas
– Avocados
– Bananen
– Granatäpfel
– Gurken
– Grüne Bohnen
– Kartoffeln
– Kürbis
– Mangos
– Melanzani (Auberginen)
– Melonen
– Oliven
– Papayas
– Paprika
– Paradeiser (Tomaten)
– Zitrusfrüchte
– Zucchini
– Zwiebeln

Äpfel können im Kühlschrank gelagert werden, aber getrennt von anderem Obst und Gemüse.

Tomaten verlieren im Kühlschrank an Aroma und können sogar schneller schimmeln. Besser ist es, sie in einem kühlen Raum zu lagern (zum Beispiel Keller oder Speisekammer); ideal bei circa 15 Grad.
Wenn Sie keinen solchen Raum haben können Sie Tomaten auch bei Zimmertemperatur lagern. Das gilt auch für andere Gemüsesorten mit hohem Wasseranteil wie Gurken, Paprika oder Zucchini.

Radieschen, Rettich und Kohlrabi sollten Sie auch mit den Blättern lagern, denn diese sind essbar. Als Einlage in Suppen oder Aufläufen oder als Pesto sind diese Pflanzenteile leckere Zutaten.

Pilze sollten Sie in einem Küchentuch im Kühlschrank lagern und nicht in der Plastikverpackung aus dem Supermarkt. Generell sollten Sie Pilze eher offen kaufen und rasch verbrauchen, da Sie möglichst frisch auch den meisten Eigengeschmack entfalten, sogar Champignons!

Saisonale Produkte aus der Region schmecken nicht nur besser sondern halten außerdem länger, da diese im richtigen Reifegrad geerntet werden und keine langen Transportwege hinter sich haben. Lieber mal ein heimischer Bio-Apfel mehr statt immer wieder Mango und Ananas (die Sie hoffentlich wenn dann auch bio und fairtrade kaufen). Wenn Sie hier nicht extra im Supermarkt suchen wollen, bestellen Sie am einfach ein regionales Biokistl (oder Biokisten in Deutschland) und schon bekommen Sie gesunde Lebensmittel, meist saisonal abgestimmt, ins Haus, ohne selbst den Saisonkalender konsultieren zu müssen.

Brot bewahren Sie am besten in einem Baumwollbeutel oder Tongefäß auf, darin bleibt es am längsten frisch. Semmeln entweder gleich essen oder am nächsten Tag in Scheiben schneiden und toasten.

Käse sollten Sie nicht vorverpackt im Plastik kaufen, sondern eher Aufschnitte die (wie beim guten Delikatessengeschäft) in (Wachs-)Papier  verpackt sind. Im Supermarkt bekommen Sie meist das mit Kunststoff beschichtete Papier und dann noch in einem Papiersackerl, welches Sie anders verwerten können und im unmittelbaren Papier ausreichend im Kühlschrank lagern können.

Angebrochene Dosen sollten Sie lieber nicht im Kühlschrank aufbewahren, sondern den Restinhalt z.B. in ein Schraubglas füllen und am nächsten Tag verwerten oder (in ein leckeres Essen vearbeitet) in die Arbeit mitnehmen und dort genießen.

Sollten Lebensmittel zu lange im Kühlschrank, Speisekammer oder Küchentisch lagern, empfiehlt sich diese durch Einkochen, Einlegen oder Trocknen einer haltbaren Lagermethode zuzuführen. Hierzu gibt es viele Rezepte im Internet oder in guter Literatur (z.B. Ratgeber von Stiftung Warentest) bzw. fragen Sie mal jemanden aus der älteren Generation, die haben hierzu die besten Tipps!

Wenn etwas nicht mehr frisch genug zum Einzelverzehr oder als Hauptzutat ist,  machen Sie mit ein paar frischen Zutaten kombiniert daraus einfach einen Smoothie, eine Suppe oder nehmen es als Belag für Pizza oder Tortilla. Bei diesen Verarbeitungsmethoden ist die Optik der Zutaten nicht so wichtig.

Altes Brot oder harte Semmel können Sie perfekt zu Semmelknödel oder Semmelspaltl bzw. Arme Ritter verarbeiten.

Viel Spaß und guten Appetit beim bewussten Genießen Ihrer Lebensmittel!