Sonntag, 19. März 2017

Kleidung und Schuhe besser kaufen

Kleidung und Schuhe besser kaufen beginnt bei fairer und möglichst ökologischer Herstellung!
Angesichts problematischer Arbeits-bedingungen in Bangladesh, Myanmar oder Kambodscha sind Zulieferfirmen der großen Konzerne wie H&M und Co. wiederholt ins Licht der Öffentlichkeit geraten - leider nicht positiv. 

Auch mangelnder Umweltschutz und Schadstoffbelastung in Kleidung sind immer wieder Thema.

Abgesehen davon birgt die noch immer stärker werdende Verlegung der Textilproduktion in diese Länder natürlich auch Arbeitsplatzverlust und Schwächung der Wirtschaftskraft in Europa.

Kleidung, vor allem für Familien, muss aber auch bei alternativen Anbietern leistbar bleiben!

Wie Sie also Kleidung und Schuhe besser - im Sinne der fairen Produktion und zum möglichst günstigen Preis - einkaufen, berichten wir in diesem Artikel.


Unfälle in Textilfabriken in Bangladesh mit Todesfolge und nunmehr Proteste von TextilarbeiterInnen in Myanmar zeigen wieder einmal Bedinungen der TextilarbeiterInnen, wie Löhne die keinen Lebensunterhalt decken und mangelnde  ArbeiterInnenrechte, in einzelnen Fällen sogar Kinderarbeit, obwohl die großen Konzerne wie H&M, C&A, KIK und Co. immer beteuern, dies nicht zu tolerieren und bei bekanntgewordenen Fällen auch mehr oder weniger Maßnahmen setzen.

Initiativen wie Fairwear oder Fairtrade bringen zwar Verbesserungen für ArbeiterInnen vor Ort, sind aber derzeit noch eher ein erster Schritt, da diese Produkte noch kaum Einzug in die Regale großer Handelsketten gefunden haben. Das vermehrte Angebot von Kleidung mit Bio-Baumwolle auch bei C&A oder H&M ist ein erster Schritt, macht aber noch keine "grüne Mode".

Wenn Sie Kleidung kaufen, die im Auftrag gängiger Modehäuser produziert wird, dann unterstützen Sie mit Ihrem Kauf bitte nur jene Firmen, die auch transparent und möglichst nachweislich Bemühungen in die richtige Richtung unternehmen. Welche Unternehmen dies sind, erfahren Sie vor allem auf den Seiten der Clean Clothes Kampagne.

Was sind aber nun leistbare Alternativen? 

Wenige AnbieterInnen produzieren primär in Europa und nutzen in Ihrer Produkion auch möglichst wenig umweltschädliche Chemie bzw. Rohstoffe von kontrollierten Zulieferfirmen. Wir haben hier eine Auswahl zusammengestellt, wo Sie Kleidung und Schuhe mit besserem Gewissen kaufen können.

Hinsichtlich etwaiger Textil-Öko-Labels bzw. Textil-Sozial-Labels wie Fairwear, Ökotex oder GOTS gibt der Greenpeace-Ratgeber einen guten Überblick bzw. Hintergrundinformationen.

Schuhe:
Schuhe mit möglichst ökologischen Rohstoffen aus fairer Produktion

BÄR-Schuhe (Firmeninfo)

Ethletic (Firmeninfo)

El Naturalista
(Firmeninfo)
 

Natural World Schuhe (Firmeninfo)

Toms Schuhe (Firmeninfo)

Think!
(Firmeninfo)


Veja (Firmeninfo)

Waldviertler

Weitere ökofaire Schuhe finden Sie bei folgenden Händlern:
Muso Koroni, Avocadostore, HessNatur, Greenality,


Modemarken und Bezugsquellen:
Kleidung aus ökologischen Rohstoffen und/oder fairer Produktion


Fairwear Produkte (diverse Fairwear-Marken günstig auf Amazon)

Foxxshirts Faire Mode (diverse faire und ökofaire Marken günstig)

Daily's Nothing's Better (Firmeninfo)

Grüne Erde

Hempage (Firmeninfo)

KnowledgeCotton Apparel (Firmeninfo)

Lillika Eden (Firmeninfo)

Living Crafts (Firmeninfo)

People Tree (Firmeninfo)

Thokkthokk (Firmeninfo)


Weitere lokale Einkaufsquellen finden Sie in der Liste der Umweltberatung oder hier für Deutschland, oder hier für die D-A-CH-Region, oder auch hier alphabetisch nach Städten.

Die Online-Shops von Muso Koroni, Avocadostore, HessNatur und Greenality oder auch einige andere sind Bezugsquellen für diese und weitere ökofaire Modelabels, die bereits im selben Preissegment zu finden sind wie viele namhafte Marken – beispielsweise Levis, Esprit und Co.!


Ein weiteres Argument für die faire bzw. öko-soziale Mode ist, dass sie von herkömmlicher Mode kaum mehr zu unterscheiden ist und nicht als "Fast Fashion", sondern umwelt- und vor allem qualitätsbewusst produziert wird - daher hält sie meist auch länger!


Eine weitere Alternative ist natürlich auch - vor allem für Kinderkleidung, die meist nicht lange getragen wird - Second-Hand-Mode zu kaufen, dadurch entsteht kein weiterer Energieverbrauch und Umweltverschmutzung für Produktion und Sie vermeiden Textil-Müll.

Am besten sind natürlich Geschenke von Freunden oder Bekannten. Auch Tauschbörsen oder Kinder-Flohmärkte bieten sich hierfür an.

Meine Erfahrungen in Second-Hand-Geschäften sind diesbezüglich recht unterschiedlich, vor allem was Umtauschmöglichkeiten betrifft - besprechen Sie also bei Händlern vorab die genauen Konditionen. Aber auch diese Geschäfte sind zunehmend orientiert an einer breiteren  KundInnenschicht, schließlich wollen auch sie möglichst Ihre Waren verkaufen!


Wenn Sie also Kleidung und Schuhe "besser" einkaufen möchten, haben Sie mit den genannten Alternativen doch einige Möglichkeiten. Also viel Spaß bei Ihrem nächsten Einkaufsbummel in der echten oder der virtuellen Welt!