Montag, 20. März 2017

Nougat-Aufstriche getestet: Problemstoffe in fast jedem Produkt; leckere Alternativen


Die AGES hat im Auftrag der AK Oberösterreich Nuss-Nougat-Aufstriche getestet.

In allen 15 Aufstrichen wurden Problemstoffe gefunden, allerdings in sehr unterschiedlichen Konzentrationen.

Keine Sorge, es gibt einen empfehlenswerten Testsieger und wir zeigen Ihnen auch eine einfache Alternative!

Nuss-Nougat-Aufstriche enthalten zu ca. 50% Prozent Zucker und bis zu 25 % pflanzliche Öle, sehr häufig Palmfett.

Konkret geht es um die Problemstoffe Glycidyl-Fettsäureester/Glycidol und 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD). Sie entstehen durch die hohen Temperaturen bei der Verarbeitung von Pflanzenölen. Die höchsten Konzentrationen finden sich im Palmöl. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind beide Substanzen problematisch. Glycidyl-Fettsäureester/Glycidol wird als wahrscheinlich krebserregend und erbgutschädigend und 3-MCPD als möglicherweise krebserregend eingestuft. (Quelle und weitere Details unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/service/testsundpreisvergleiche/tests/Nuss-Nougat-Cremes_auf_dem_Pruefstand.html)

Diese Problemstoffe wurden in allen 15 Aufstrichen gefunden, die Mengen waren allerdings sehr unterschiedlich. Der Testsieger kam von Ja! Natürlich, der als einziger im Test kein Palmöl enthielt.

Die KonsumentenschützerInnen rechnen auch vor: Wenn ein Kind mit 30kg nur 15g des Aufstrichs verzehrt, hat es schon bis zu 35% der laut EFSA maximal zulässigen Dosis an 3-MCPD, sowie 2-3 Stück Würfelzucker zu sich genommen - als Aufstrich aufs Frühstückssemmerl also kein gesunder Start in den Tag!

Die Alternative ist allerdings einfach, wie Sie bei diesem Rezept sehen, wozu Sie nicht mehr brauchen als 4 Zutaten, die in fast jedem Supermarkt zu finden sind!

Wieder einmal gilt also: entweder bewusst einkaufen oder einfach selber machen, damit Sie wissen was Sie nicht nur dem Gaumen, sondern auch Ihrem und dem Körper Ihrer Kinder gönnen!